Gulden

Anfangs war der Gulden eine Goldmünze. Danach gab es auch eine Silbermünze und eine Recheneinheit mit der gleichen Bezeichnung. Daher wird unterschieden nach Goldgulden, Silbergulden und Rechnungsgulden.

Nach Jahrhunderten wieder Goldmünzen in Europa

Die erste Goldmünze dieser Prägung, dem Florentiner Fiorino d'oro, in Latein florenus aureus, lassen sich die Bezeichnungen Floren oder Florene in Deutsch, Florijn in Niederländisch, Florin in Französisch und Englisch und Forint in Ungarisch herleiten. Im Süden und Westen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation konnte sich der Begriff Gulden schon sehr früh durchsetzen. Münzen aus Gold waren im Westen und Norden Europas seit dem frühen Mittelalter nicht mehr geprägt worden. Nachschub des Rohstoffes Gold war kaum möglich. Zum einen wurde in diesen Ländern kaum eigenes Rohmaterial gewonnen. Durch den Zusammenbruch des Römischen Reiches und durch die Ausbreitung des Islam blieb der Nachschub an Gold aus Afrika und dem Orient aus.

Große Gewinne durch Fernhandel

Mit dem Beginn der Kreuzzüge und dem Wiederaufflammen des Handels mit dem Orient kam frisches Gold in das Abendland. Gold kam aus Maghreb in Nordafrika, welches mit Silber aus Europa günstig aufgekauft werden konnte. Das beste Mittel, um aus diesem Gold noch mehr Profit zu ziehen, war Goldmünzen daraus zu prägen. Durch den Handel mit fernen Ländern wurde ein solides Zahlungsmittel benötigt.

Der erste Heilige auf einem Goldgulden

Konsequent begannen die drei großen in Oberitalien angesiedelten Handelsmächte mit einer im Großen angelegten Prägung von neuen Goldmünzen. Im Jahre 1252 machte Florenz mit dem Fiorino d'oro den Anfang. Venedig folgte 1284 mit einer weiteren Goldmünze, der Zecchino oder Ducato. Der Genovino aus Genua war dagegen nicht so sehr von Erfolg gekrönt. Der Florentiner Gulden sollte 3,537 Gramm wiegen und aus 24-Karat-Gold bestehen. Technisch war das nicht ganz zu bewerkstelligen und so kam es zu einem Feingewicht von 23 3/4 Karat. So ergab sich für den Gulden ein Goldgewicht von ca. 3,5 Gramm. Die Vorderseite des Guldens schmückte eine große Lilienblüte, das florentinische Stadtsymbol. Auf der Rückseite wurde Johannes der Täufer, der auch Stadtheiliger ist, abgebildet. In der Stadt Florenz wurde der Gulden mit gleichem Feingehalt und Münzbild noch bis 1533 geprägt. Der erste Heilige, der je auf einem Goldgulden abgebildet wurde, ist Johannes der Täufer.

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