Joachimstaler

Der Guldengroschen aus Sankt Joachimsthal wird Joachimstaler oder Joachimsthaler genannt. Das Joachimsthal lag in Böhmen und ist das heutige Jáchymov in Tschechien. Die Münze zeigt auf der einen Seite den heiligen Joachim mit dem Wappen der Grafen Schlick, auf der anderen Seite ist ein doppelt geschwänzter böhmischer Löwe mit einer Krone zu sehen.

Der Joachimstaler wird bedeutungsvolle Münze

Der Joachimstaler hatte eine immense Geltung. Im Deutschen wurde er zum Taler verkürzt. Das Wort Taler wurde in etliche andere Sprachen übernommen. Hierbei wurde nur die eine Worthälfte übernommen. Aus der zweiten Worthälfte werden im Tschechischen dolary, im Polnischen talar, im Italienischen tallero und im Englischen dollar abgeleitet. Aus dem ersten Wortsteil Joachim können die Italienische Joachimico, die französische Jocondales, die Polnische Joachimik und die Russische Jefimik Münze abgeleitet werden.

Die ersten Taler wurden ohne Genehmigung gemünzt

Das Schlagen der ersten Joachimstaler geschah auf Veranlassung der Grafen Schlick. Diese kannten die Bedeutung und wussten, dass man mit Münzen aus Silber einen wesentlich höheren Gewinn erzielen konnte als nur mit Silber, hatten die Grafen doch vorher ihr Silber in die Stadt Nürnberg in Mittelfranken geliefert. Gegen Ende des Jahres 1519 sollen durch die Münzmeister Stephan Gemisch aus Nürnberg und Utz Gebhart aus Leipzig auf der Burg Freudenstein ohne eine offizielle Erlaubnis die ersten Joachimstaler geschlagen worden sein.

Maßstab wird der Guldengroschen

Durch den Landtagsbeschluss vom 9. Januar 1520 in Böhmen wurde den Grafen Schlick die offizielle Genehmigung erteilt, Taler zu schlagen. Der Guldengroschen aus Sachsen wurde als Vorbild für den Joachimstaler herangezogen und entsprach diesem in Gewicht, wie auch im Feingewicht. Auf der Münze sind bereits Jahreszahlen von 1520, 1525, 1526, 1527 und 1528 zu finden. Es wird davon ausgegangen, dass mehr als 2 Millionen Stück dieser Münze geprägt wurden. Es sollen von Mai 1520 bis April 1528 2,1 Millionen Joachimstaler inklusive der Teilstücke gemünzt worden sein. Der König von Böhmen und künftige Kaiser Ferdinand I. ließ im Frühjahr 1528 die Prägung dieser Münze einstellen.

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