Leitzins

Bei einem Leitzins handelt es sich um einen von der Zentralbank im Rahmen der Geldpolitik festgelegten Zinssatz. Der Leitzins beeinflusst den Zins, mit dem Personen heute mit angeschlossenen Kreditinstituten Geschäfte abschließen können.

Allgemeine Definition und Arten

Beim Leitzins handelt es sich um ein zentrales Instrument, das der Steuerung der Geldpolitik dient. Der Leitzins ist als Preis zu verstehen, durch den die Geldaufnahme und die Geldanlage von Geschäftsbanken beeinflusst werden. Nicht zuletzt wirken sich Leitzinsen auf den Internetbankenhandel aus, gerade der Geldmarkt wird von der Leitzinspolitik der Zentralbank betroffen. Nicht zuletzt nimmt der Leitzins Einfluss auf die gesamte Volkswirtschaft eines Landes, durch die Leitzinspolitik werden steigende Leitzinsen kontraktiv und bei sinkenden expansiv gut ausgelegt. Auf internationaler Ebene haben sich unterschiedliche Leitzinsmechanismen herauskristallisiert. Vor allem in England wurde jahrelang mit einer "Minimum Lending Rate" vorgegangen, in den USA wurde hingegen eine Prime Rate herangezogen. In Deutschland ist für den Leitzins die Bundesbank verantwortlich, diese legt sowohl den Diskontsatz als auch den Lombardsatz fest.

Festlegung des Leitzinses

Die Leitzinsen werden von der Zentralbank bestimmt, Veränderungen unterliegen dem zuständigen Organ. Bei der Europäischen Zentralbank kann der EZB-Rat über Veränderungen des Leitzinses entscheiden, bei der Bundesbank entscheidet hingegen der Zentralbankrat über Veränderungen des Zinses. Seit dem Jahr 1999 nimmt die Bundesbank in Bezug auf die Leitzinsgestaltung lediglich eine ausführende Funktion, sie ist auf die Anweisungen der EZB angewiesen. Im Jahr 2002 wurde dem Zentralbankrat aus diesem Grund die Aufgabe der Leitzinsfestlegung entzogen. Die Politik der Bundesbank ist darauf ausgerichtet, dass die Geld-und Kreditnachfrage der Wirtschaft gesteuert werden kann. Bis zum Jahr 1987 spielte der Diskontsatz eine wichtige Rolle bei der Refinanzierung der Kreditinstitute über die Bundesbank. Der Diskontsatz hatte die Funktion als Leitzins, denn durch den Verkauf von bundesbankfähigen Wechseln konnten sich die Banken entscheidende Liquidität zum Diskontsatz verschaffen. Seit dem Jahr 1987 hat die Diskontierung von Wechseln entscheidend an Bedeutung verloren, vor allem der Lombardsatz spielt seither eine zunehmend wichtigere Rolle.

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