Lochmünzen

Lochmünzen sind Münzen, die in ihrer Mitte ein Loch aufweisen. Sie sind sprachlich von gelochten Münzen zu unterscheiden, welche nachträglich gelocht werden.

Die nachträgliche Lochung kann zum Zweck der Entwertung erfolgen, zum Teil wird sie auch vorgenommen, um eine Münze auf eine Kette aufzureihen.

Als zentraler Grund für die Herstellung von Lochmünzen lässt sich die damit verbundene Materialeinsparung annehmen. In der chinesischen Kultur gilt die Lochmünze zusätzlich als Symbol für Himmel und Erde beziehungsweise Yin und Yang.

Wenn einzelne Münzwerte einer Währung mit einem Loch versehen sind, erhöht sich zudem ihre Erkennbarkeit für sehbehinderte Menschen. Als Spezialsammelgebiet sind Lochmünzen überschaubar, da sie nur in wenigen Ländern verwendet werden.

Die wichtigsten weiterhin als Lochmünzen herausgegebenen Zahlungsmittel

Dänemark gab die heute gültigen Münzen zwischen 1990 und 1992 heraus und führte die Münzwerte zu einer Krone sowie zu zwei und fünf Kronen in der Form einer Lochmünze aus. Die entsprechenden Münzen sind in großer Auflage im Umlauf und im Zahlungsverkehr gebräuchlich.

Auch im benachbarten Norwegen sind zwei Lochmünzen in Umlauf, diese verfügen über die Werte von einer Krone und fünf Kronen.

In Japan sind die Münzen zu fünf und zu fünfzig Yen mit einem Loch in der Mitte ausgestattet.

Das gilt auch für die Fünf-Sentimos-Münze der Philippinen.

In Ägypten stellt die frühere, aber weiterhin als Zahlungsmittel geltende 25-Piaster-Münze eine Lochmünze dar, die aktuell geprägten Münzen dieses Wertes enthalten kein Loch.

Bedeutende ehemalige Lochmünzen   

Die bekannteste, heute nicht mehr als Zahlungsmittel gültige Lochmünze stammt aus Dänemark und hat einen Wert von 25 Øre. Zwischen 1924 und 1948 erhielten alle dänischen Øre-Münzen ein Loch. Die dänische Staatsbank gab die Lochung der Münzen kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf, führte diese aber 1966 beim 25-Øre-Stück wieder ein. Die Münze wurde im Herbst 2008 abgeschafft, seitdem stellt das 50-Øre-Stück die kleinste Stückelung in Dänemark dar.

In Spanien war die Münze im Wert von 25 Pesetas von 1990 bis zur Euro-Einführung als Lochmünze gestaltet. Das galt zeitweise auch für die 50-Céntimos-Münze, Münzen mit diesem Nennwert wurden bereits 1980 letztmalig ausgegeben.

Nur zwischen den beiden Weltkriegen gebräuchlich war die belgische 25-Centimes-Münze in der Gestalt einer Lochmünze.

In Frankreich wurde die 10-Centimes-Lochmünze bis zum Zweiten Weltkrieg verwendet.

Griechenland gab in den 1950er Jahren Lochmünzen mit Werten von fünf und zwanzig Lepta aus.

Weitere Länder mit historischen Lochmünzen sind Britisch-Ostafrika, Indien, Papua-Neuguinea und Tunesien.

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