Dezentrierung

Auf der Suche nach numismatischen Kostbarkeiten kann auch der eigene Geldbeutel zur Fundquelle werden. Manch normale Kursmünze ist ein Unikat, weil sie eine starke Dezentrierung aufweist. Aber diese Funde sind natürlich äußerst selten. Bei älteren Münzen bestehen größere Chancen, eine solche Rarität zu finden.

Definition von Dezentrierung

Eine Münze, bei welcher der Prägestempel nicht genau die Mitte getroffen hat, hat eine Dezentrierung. Diese kann einseitig auftreten, weil der Prägestempel nicht richtig in der Prägemaschine saß oder beidseitig, weil die Münze nicht korrekt platziert wurde.

Als Münzen noch von Hand geschlagen wurden, kam es häufiger zu großen Dezentrierungen, manchmal wurde nur die Hälfte der Münze geprägt. Moderne computergestützte Maschinen liefern sehr gleichmäßig geprägte Münzen. Große Verschiebungen finden sich bei diesen Prägungen nur in Ausnahmefällen.

Welche Abweichungen als wertsteigernd gelten

Kleine Abweichungen von weniger als 10 % gelten als normal, auch bei modernen Maschinen. Diese prägen in der Minute circa 1.000 Stück, zum Entfernen der fertigen Münze und dem Auflegen des Rohlings haben die Maschinen etwa 15 Sekunden. Von daher sind kleine Verschiebungen normal. Nur größere Abweichungen, die deutlich mit dem bloßen Auge zu erkennen sind, steigern den Wert.

Welche Dezentrierung zu erwarten ist

Wenn es keine einschlägigen Informationen über bekannte Fehlprägungen gibt, ist bei modernen Münzen mit starken Dezentrierungen Vorsicht geboten. Die Qualitätskontrollen bei den Prägeanstalten erfassen große Abweichungen sofort und sorgen dafür, dass diese nicht in Umlauf kommen.

Münzen, die lediglich zur Hälfte den Abdruck des Prägestempels tragen, sind bei den Euro-Münzen kaum zu erwarten. Aber deutliche Verschiebungen, die einen kleinen Teil der Münze ungeprägt lassen, sind möglich.

Bei älteren Münzen, wie dem Rentenpfennig von 1924, sind 15%ige Verschiebungen bekannt. Aus dem Jahr 1917 gibt es zum Beispiel ein 10-Pfennig-Stück mit einer Prägung von 50 %. Solche großen Verschiebungen sind bei modernen Zahlungsmitteln nahezu ausgeschlossen.

10 % gelten als normal, aber eine Dezentrierung von mehr als 12 % ist unwahrscheinlich.

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