Stempel

Als der Tauschhandel bei den vorchristlichen Völkern zu kompliziert und eine einfachere Methode erforderlich wurde, um den Wert von Waren symbolisch festzuhalten, wurde der Geldverkehr in seiner frühen Form erfunden. Kleine Plättchen aus Edelmetallen wurden mit Symbolen versehen, die ihren Wert darstellten.

War die Münze aus Gold und hatte einen bestimmten Aufdruck, repräsentierte sie den Gegenwert z. B. den einer Kuh oder eines Sklaven. Kleinere Metallplättchen mit anderen Aufdrucken standen für den Gegenwert eines Huhns oder vielleicht einer Dienstleistung.

Die Entwicklung der Münzprägung

Die Münzen waren erfunden und erleichterten in der Folge den Handel. Sie waren leicht zu transportieren und aufzubewahren und viele davon zu besitzen, sicherte den Lebensunterhalt der Familie.

Nachdem in der Frühzeit einfache Symbole in die Münzen eingeprägt wurden, erhielten sie später durch den Einsatz der Stempel ein vielfältigeres Aussehen. Sehr beliebt waren die Abbildungen von Tieren, denen Attribute der Stärke zugeordnet wurden, wie Löwe, Adler oder Bär.

Verbesserungen in der Bearbeitung der Münzoberflächen machten es möglich, auch Porträts wichtiger Menschen, in den meisten Fällen Porträts des jeweiligen Machthabers, in Edelmetall zu prägen. Diese Kunst wurde über die Jahrhunderte beibehalten und verfeinert. Noch heute tragen Münzen weltweit Porträts großer Staatsmänner auf mindestens einer Seite.

Prägung durch Stempel

Wenn eine Münze entsteht, müssen zwei Seiten, möglichst im gleichen Arbeitsgang, geprägt werden. Dazu wurden bei den frühen Münzen Ober- und Unterstempel aus gehärtetem Metall gefertigt, in die jeweils ein Negativbild der zu prägenden Münze eingraviert wurde.

Der Unterstempel wurde in einen Amboss eingesetzt und der Rohling, z. B. ein Goldplättchen, darauf gelegt. Mit dem Oberstempel wurde das Plättchen fixiert und die Motive von Ober- und Unterstempel durch physikalische Einwirkung (Schlagen) auf das Edelmetall übertragen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Verfahren immer wieder verändert und nach dem Stand der technischen Erkenntnisse verbessert und verfeinert. Maschinen haben während der industriellen Revolution das Prägen von Münzen übernommen. Trotzdem wird immer noch ein Stempel benötigt, der das negative Bild der Münze auf die Oberfläche des Rohlings überträgt.

Geändert hat sich aber die Menge der Münzen, die angefertigt wird und die Kraft, die auf das Metall einwirkt. Die Muskelkraft, mit der die Stempel früher in das Metall getrieben wurden, wird durch komplizierte Maschinen, die mit Strom angetrieben werden, weitestgehend ersetzt.

Die Qualität der Münzprägung wird jedoch immer noch durch die Qualität der Ausführung des Stempels bestimmt.

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