Escudo

Der Escudo ist vor allem als portugiesische Währung vor der Euro-Einführung bekannt, gleichnamige Währungen wurden ebenfalls in einem Teil der portugiesischen Kolonien und bis 1868 in Spanien verwendet. Heute ist der Escudo weiterhin die Währung der Republik Kap Verde. Der Portugiesische Escudo war in einhundert Centavos unterteilt, diese Unterteilung war für das portugiesische Wirtschaftsleben zum Zeitpunkt der Euroeinführung jedoch nicht mehr von Bedeutung. Eine Besonderheit war die eigentlich inoffizielle, aber im Alltagsleben gebräuchliche Zusammenfassung von eintausend Escudos als Conto. Die Preisangaben erfolgten bei hochwertigen Produkten in Portugal fast immer in Contos. Der Begriff wurde auch auf den Euro übertragen, wobei zweihundert Euro einen Conto bilden. Der offizielle Währungscode lautete PTE, das Währungssymbol wurde Cifrão genannt und ähnelt dem Dollarzeichen. Es wurde bei Preisangaben bis 2007 anstelle eines Kommas als Abgrenzung zwischen den zu zahlenden Escudos und Centavos gesetzt, später wurde die Untereinheit zur portugiesischen Währung nicht mehr verwendet.

Die portugiesischen Zahlungsmittel vor der Euroeinführung

Zum Zeitpunkt der Euroeinführung waren in Portugal Münzen im Wert von einem PTE sowie in Werten von fünf, zehn, zwanzig, fünfzig, einhundert und zweihundert Escudos in Umlauf, während Banknoten Werte von 500, 1000, 2000, 5000 und 10.000 Escudos aufwiesen . Eingeführt wurde der Escudo als Zahlungsmittel in Portugal 1914, die Vorgängerwährung war der Real. Portugal gehört zu den Gründungsmitgliedern der Euro-Zone. Die Portugiesische Nationalbank gab zunächst den 31. Dezember 2001 als letzten Umtauschtag für Münzen der abgelösten Landeswährung an. Jedoch musste die Umtauschfrist infolge des großen Andrangs jedoch um wenige Tage verlängert werden. Escudo-Geldscheine können noch bis zum 28. Februar 2022 in Euro eingetauscht werden. Portugal ist das Euro-Land mit der kürzesten Umtauschfrist für Münzen.

Der Escudo als Sammelgebiet

Mit der Euro-Einführung und der damit verbundenen Abschaffung des Escudo als Zahlungsmittel bildet die frühere portugiesische Währung ein abgeschlossenes Sammelgebiet. In der damaligen Kolonie Portugiesisch-Timor wurde von 1959 bis 1976 der an die Währung des Mutterlandes gekoppelte TPE mit eigenen Münzen und Banknoten verwendet. Noch nicht abgeschlossen ist der Escudo hingegen als Sammelgebiet von Zahlungsmitteln der Republik Kap Verde. Die Münzen des Landes in den Werten von fünf bis einhundert Escudos sind in drei Varianten im Umlauf, deren Motive aus Pflanzen, Schiffen und Tieren bestehen.

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