Dicken

Als Dicken bezeichnet man Silbermünzen, die im späten Mittelalter in der Schweiz und im süddeutschen Raum geprägt wurden. Vorbild dazu war der norditalienische Testone. Der Name dieser Münze ist abgeleitet vom italienischen testa, was ins Deutsche übersetzt Kopf bedeutet.

Aussehen der Münze

Auf der Vorderseite der Münze war das Porträt des mailändischen Herzogs geprägt. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts war der Dicken hauptsächlich im schweizerischen und süddeutschen Raum im Umlauf.

Der erste Dicken wurde im Jahr 1482 in der Schweizer Stadt Bern geschlagen. Dort wurde das Porträt des Herzogs durch das Bild des dortigen Stadtpatrons ersetzt.

Im Gegensatz zu den anderen Silbermünzen wie Kreuzer oder Pfennige war der Dicken um einiges schwerer. Dieser Tatsache und um den Unterschied zu den anderen Silbermünzen zu betonen, verdankt die Münze ihren Namen.

Wert der Münze

In der Bevölkerung hieß dieses Zahlungsmittel die großen "dicken" Silbermünzen. Sie hatten den Wert von 1/3 Goldgulden, seltener auch von 1/4 Goldgulden im europäischen Raum. Nach circa 30 Jahren wurde die Prägung dieser Münzen bereits wieder eingestellt.

Als Nachfolger wurde der Taler im süddeutschen Raum und der Guldengroschen in der Schweiz eingeführt.

Eine besondere Form stellt der Strichlidicken dar. Dieser wurde zwischen den Jahre 1631 und 1633 in der Stadt St. Gallen geprägt. Auf der Vorderseite dieser Münze ist die Wertzahl zu sehen, und die Rückseite zeigt die Jahreszahl unter einem Trennstrich.

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