Fettmännchen

Fettmännchen bezeichnete eine Scheidemünze, die im niederrheinischen Raum, besonders in Köln, im Umlauf war. Anfangs wurden die Münzen noch aus Silber geprägt, später aus Kupfer. Die Größe war vergleichbar mit der einer Mark. Der Name Fettmännchen ist wohl eine volkstümliche Bezeichnung für das Zahlungsmittel, das im Rheinland von 1583 bis 1737 ausgegeben wurde. Diese Münzen waren in großer Zahl im Umlauf und sind deswegen auch heute noch relativ leicht für Sammler erhältlich. Im Jahr 1604 wurde das Fettmännchen zum ersten Mal in Kleve geprägt. Zur Herleitung des Namens gibt es unterschiedliche Theorien. Am Wahrscheinlichsten erscheint es, dass der Name als Gegensatz zu den Magermännchen, die in den Niederlanden zu dieser Zeit im Umlauf waren, entstanden ist. Denn die Fettmännchen hatten den doppelten Wert von den niederländischen Magermännchen. Weitere Theorien setzen darauf, dass der Name von den auf der Münze geprägten wohlgenährten Erzbischöfen oder Heiligen stammt. Deswegen sind die Münzen auch unter dem Namen "Fettmönch" bzw. "Fettmönchlein" bekannt. Obwohl die Münze später statt der Mönchsbilder den Namenszug des Landesherrn erhielt, behielt sie ihren Namen. Der Namenszug des jeweiligen Landesherrn wurde in der Form "CT" für Carl Theodor oder "MJ" für Max Joseph auf die Münzen geprägt. Der Wert dieser Münze betrug einen halben Stüber, bzw. 8 oder 10 Heller. Die ersten Münzen dieser Art waren mit dem Reichsadler-Wappen versehen. Allerdings trugen sie keine Wertangabe.

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