Fünfliber

Der Fünfliber ist eine Schweizer Münze, die bereits seit dem Jahr 1795 geprägt wird, also schon 55 Jahre vor der Einführung des Schweizer Franken. Der Fünfliber, auch als Fünffrankenstück bekannt, ist die höchste Schweizer Kursmünze, die ursprünglich als Zahlungsmittel geprägt wurde. Namensgebend für den Fünfliber ist der französische Begriff livre, zu Deutsch Pfund. Analog zur bernischen Währung entspricht ein Fünffrankenstück etwa 35 Batzen.

Historisches zum Fünffrankenstück

Die allererste Münze dieser Art wurde im Jahre 1850 geprägt. Die Fünfliber bestanden seinerzeit aus reinem Silber. Mit 3,7 cm Durchmesser und 25 Gramm Gewicht waren sie jedoch deutlich größer als spätere Prägungen. Erst 72 Jahre nach der Erstprägung, nämlich 1922, wurde das Fünffrankenstück zum ersten Mal mit seinem heutigen Motiv geprägt. Die Rückseite der Münze wurde von Paul Burkhard entworfen, der den Fünfliber mit dem Motiv eines Hirten verzierte. Bis heute halten sich Deutungen, das Hirtenbild zeige eigentlich Wilhelm Tell. Im Jahre 1931, nach Auflösung der Lateinischen Münzunion, wurde das Fünffrankenstück auf 31 mm verkleinert, außerdem betrug sein Gewicht nur noch das Dreifache eines Frankens. Die letzte Silberprägung des Fünflibers fand im Jahre 1969 statt. Anschließende Münzen wurden aus Kupfernickel geprägt.

Markante Randinnenprägung erschwert Imitationen

Der Fünfliber verfügt über eine sehr markante Randprägung: Dominus providebit - der Herr wird vorsorgen. Diese Randinnenschrift wurde zunächst vertieft geprägt, um eine schnelle Abnutzung zu verhindern. Die vertiefte Prägung rief jedoch Imitationen auf den Markt, die sich rasch verbreiteten. Aus diesem Grund wird die Münze seit 1993 mit einer erhabenen und hervorstehenden Randinnenschrift geprägt, welche nur sehr schwer zu imitieren ist. Die Münzen der Jahrgänge 1991 und 1993 wurden gefälscht, noch bevor die Eidgenössische Münzstätte die Originale freigab. Die Originalmünzen wurden daher als Zahlungsmittel zurückbehalten und später in Münzsätzen an Sammler verkauft.

Die teuerste Kursmünze als seltenes Sammlerstück

Neben den Münzsätzen der Jahre 91 und 93 gelten auch die Gedenkfünfliber der Jahre 1936 bis 1990 als seltene und wertvolle Sammlerstücke. Der Fünfliber ist neben dem 500 Yen-Stück die teuerste und wertvollste Kursmünze. Ebenso begehrt sind die Bimetall-Gedenkmünzen des Fünflibers, die zwischen 1999 und 2003 erschienen. Die Bimetall-Gedenkmünzen bestehen aus Kupfernickel und Nordischem Gold, die Rückseitenprägungen dieser Gedenkmünzen zeigen die Schweizer Berge und Tiere des Schweizer Nationalparks.

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