Kurantmark

Die elementare Bedeutung der norddeutschen Hanse als Städtebund und Handelsmacht vor allem im gesamten Ostseeraum wurde durch die Einführung einer einheitlichen Währung Kurantmark unterstrichen. Die Einführung dieser Währung erleichterte den Handels- und Zahlungsverkehr innerhalb des Einflussbereiches der Hanse bahnbrechend.

Gesetzliches Zahlungsmittel

Die Münze, die unter dem Begriff Kurantmark geprägt wird, ist die klassische Verkörperung des Bargeldbegriffes. Die Münze an sich verkörpert ihren Nominalwert durch den Metallwert, aus dem sie besteht. Eine Kurantmark ist praktisch immer aus Silber oder Gold geprägt. Der notwendige Metallgehalt ist nach genau vereinbarten Standards festgelegt gewesen, sodass das Vertrauen in dieses Zahlungsmittel sehr hoch war. Dieses Vertrauen fußt in den gesetzlichen Regelungen, die Grundlage der Münzprägungen waren. Die Kurantmark kann somit als erstes echtes gesetzliches Zahlungsmittel angesehen werden. Organisationen wie der Wendische Münzverein vereinbarten diese anerkannten Standards.

Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges

Gerade in den Hansestädten im norddeutschen Raum wurde die Kurantmark, für die auch oft der französische Ausdruck Courantmark oder Mark Courant gebräuchlich war, als Zahlungsmittel die Grundlage des wirtschaftlichen Aufstieges. Die Münze war als hochwertiges Zahlungsmittel überall akzeptiert und musste sogar offiziell als Zahlungsmittel angenommen werden. Die Edelmetallgehalte einer Münze dieser Währung wurden streng überwacht und reglementiert. Die Bedeutung hielt bis zum Untergang der Hanse an. Ein literarisches Zeugnis hat Thomas Mann in den Buddenbrooks überliefert, in dem die Bedeutung der Kurantmark in Lübeck aufgezeigt wird. Revolutionär an der Kurantmünze ist die Deckung des Nominalwertes durch den Materialwert, was bei allen Scheidemünzen und praktisch allen heutigen Umlaufmünzen nicht mehr der Fall ist. Eine 1-Euro-Münze hat keinen Materialwert von einem Euro. Die Kurantmark Münze stand für verlässlichen Handel.

Ablösung durch Reichsmark

Die etablierte und geschätzte Kurantmark wurde im Zuge der Reichsgründung 1871 und der Einführung der Reichsmark als einheitliche Währung abgelöst. Das Prinzip der Kurantmünze fand in den Goldmünzen des Kaiserreiches bis 1918 zu 10 und 20 Mark noch seinen Abschluss. Diese Münzen deckten mit ihrem Goldwert auch den Nominalwert. In den Fürstentümern fanden sich auch bis 1918 noch Silbermünzen, bei denen eine Münze diese Funktion der Wertdeckung verkörperte. Die zentrale Bedeutung als das Zahlungsmittel der Hansezeit hatte diese einheitliche Währung bis Mitte Ende des 19. Jahrhunderts inne. Eine Münze aus dieser Zeit reflektiert die geschichtliche Bedeutung und hat heute auch zusätzlich deshalb einen besonderen Sammlerwert.

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