Leitmünze

Der Begriff Leitmünze stammt aus der Numismatik. Hier hat die Leitmünze sowohl eine archäologische Bedeutung als auch eine Bedeutung für den internationalen Geldverkehr.

Die Leitmünze in der Archäologie

Die Archäologie definiert als Leitmünze eine Münze, die es möglich macht, dass archäologische Funde bestimmten Regionen oder auch Epochen zugeordnet werden können. Diese Zuordnung wird über die Motive oder auch über die Schriftzeichen, welche auf der Leitmünze abgebildet sind, ermöglicht.
Die Bedeutung der Leitmünze im internationalen Geldverkehr
Die Leitmünze ist im internationalen Geldverkehr eine Münze, die international oder in vielen Regionen als Münz- oder auch als Recheneinheit Verwendung findet. In der Antike wurden Münzen, die über einen stabilen und einen hohen Edelmetallgehalt verfügten, zu Leitmünzen. In den verschiedenen Epochen entwickelten sich immer wieder Münzen zu Leitmünzen heraus.

Die Leitmünzen in der Antike

In der Antike gab es den attischen Drachmen und den Antoninian. Bei den antiken Drachmen handelt es sich um eine Münz- und Gewichtseinheit, die aus Silber und nur selten aus Kupfer oder Gold hergestellt wurde. Sie war während der Antike im hellenischen Kulturkreis verbreitet und zeigte zunächst Tierbilder. Die Drachmen sind auf ihrer Rückseite in der Regel flach. Die konvexe Vorderseite zeigt eine plastische Ausarbeitung. Beim Antoninian handelt es sich um eine römische Silbermünze aus der Antike, die zwischen 211 und 217 unter dem Kaiser Caracalla geprägt wurden. Der Antoninian verfügte damals über eine Wertigkeit von zwei Denaren und hatte zunächst ein Gewicht von ungefähr 5,5 Gramm. Jedoch entsprach er, wenn der Silbergehalt berechnet wurde, nur 1½ Denar. Das Gewicht und auch die Menge an Silber sanken während der Prägezeit weiter, bis es sich nur noch um eine Münze aus Bronze handelte.

Die Leitmünzen im Mittelalter

Im Mittelalter gab es die Dukaten, die Batzen und die Goldgulden, die Leitmünzen waren. Bei den Dukaten handelt es sich um Goldmünzen, die während des Mittelalters in ganz Europa eingesetzt wurden. Diese Leitmünze hat ein Gewicht von etwa 3,49 Gramm, ein Feingewicht von ungefähr 3,44 Gramm, der Feingehalt entsprach 989/1000. Beim Batzen handelt es sich um eine Münze, die in der Schweiz und in Süddeutschland eingesetzt wurde. Beim Gulden handelt es sich um eine Goldmünze, die später eine Silbermünze wurde und als Recheneinheit Verwendung fand.

Die Leitmünzen in der Neuzeit

In der Neuzeit sind der US-Dollar und der Euro Leitmünzen.

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