Schüsselpfennig

Der Schüsselpfennig gehört zu den sogenannten Brakteaten. Gemeint sind damit Münzen, die aus einem besonders dünnen Blech aus zumeist Silber oder auch Billon und vereinzelt auch Kupfer oder Gold hergestellt wurden. In der Regel wurden besagte Brakteaten schon auf Grund der Dünne ihres Metallblechs nur einseitig geprägt.

Was wiederum das gleichzeitige Prägen mehrerer übereinanderliegender Schrötlinge beziehungsweise Münzrohlinge erlaubte, wenngleich diese Art des Prägens für gewöhnlich zulasten der Prägequalität der Münzmotive ging.

Dabei waren die Prägemotive an sich zumindest bei mittelalterlichen Brakteaten nicht zuletzt wegen der Größe der Münzen, die mit einem Durchmesser von 22 bis 45 mm ungewöhnlich viel Platz für kunstvolle Darstellungen bot, oft sehr filigran gestaltet und von hochwertiger Qualität.

Material der Münzen

Da das dünne Blech nur eine einseitige Prägung erlaubte und die Rückseite daher zwangsläufig motivfrei blieb, wurden Brakteaten im deutschsprachigen Raum auch gerne als Hohlpfennige bezeichnet. Ihre Hochzeit dauerte von der Mitte des 12. Jahrhunderts an bis ins 14. Jahrhundert hinein.

Wobei in diesem Zusammenhang noch anzumerken ist, dass der Name Brakteat nicht aus dieser Zeit stammt, sondern erst im 17. Jahrhundert erstmals aufgegriffen wurde. Allerdings bezog sich der Name damals weniger auf Münzen, sondern eher auf einseitig geprägte Medaillen aus besonders dünnem Blech, so zum Beispiel sogenannte Wanderbrakteaten, die Pilgern als eine Art Präsenzzeichen dienten.

Vorkommen des Schüsselpfennigs

Der Schüsselpfennig hingegen diente im frühen 14. Jahrhundert vor allem in Südwestdeutschland und Teilen der Schweiz tatsächlich als Zahlungsmittel. Seinen Namen verdankt er seiner für Münzen doch sehr unüblichen Formgebung, die an eine kleine Schüssel erinnerte.

Dass der Schüsselpfennig zum Rand hin leicht teller- oder eben schüsselartige gewölbt ist, liegt daran, dass er mit einem Münzstempel geprägt wurde, dessen Durchmesser kleiner als der Durchmesser des verwendeten Schrötlings war.

Anzumerken ist dabei, dass der Schüsselpfennig nicht die einzige Münze ist, die auf diese Art geprägt wurde und dadurch eine schüsselförmige Wölbung aufweist. So gab es zum Beispiel in Form der sogenannten Scyphati schon im Byzantinischen Reich gewölbte Münzen. Darüber hinaus ist noch anzumerken, dass für die Pendants zum Schüsselpfennig nicht immer runde, sondern vereinzelt auch quadratische Schrötlinge verwendet wurden.

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