Münz-Lexikon
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E (deutsche Prägezeichen) EC-Karte ESZB EWS EZB Edelsteine Eimer Ein Schweinegeld verdienen Eine Münze werfen Eine goldene Nase verdienen Eisenmeteorit Elektronisches Geld Elektronisches Geld - Euro Elfenbein Emission Entwertung von Euro-Münzen Ersatzwährung Erstabschlag Escudo Es ist nicht alles Gold was glänzt Es jemandem mit gleicher Münze heimzahlen Estnische Krone Etwas für bare Münze nehmen Euro-Münze Rückseite Euro-Münze Vorderseite Euro-Münzen Fälschungen Euro-Münzen Gewicht Euro-Münzen Motiv: Geografie Euro-Münzen Motiv: Kunst Euro-Münzen Motiv: Personen Euro-Münzen Motiv: Pflanzen Euro-Münzen Motiv: Religion Euro-Münzen Motiv: Sport Euro-Münzen Motiv: Tiere Euro-Münzen Motiv: Wappen Euro-Münzen Pille Euro-Münzen Wert Euro-Ratgeber Euro-Zone: Deutschland Euro als Gebrauchsmünzen Europa Umlaufmünzen
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G (deutsche Prägezeichen) GG (deutsche Prägezeichen) Gebundene Währungen (Metallwährungen) Gefütterte Münzen Gegenstempel Geknitterte Münzen Geld Geld Funktion Geld Stinkt - Warum riechen Münzen? Geld in der Steinzeit Geldmarkt Geldpolitik Geld scheffeln Geldtheorie Geldwechsel in der Bank Geldwechsler Geld wie Heu Gemeinsame Seite der Euro-Münzen Georgstaler Geplante Euro-Erweiterungen Geschichte der Aktien Geschichte der Münzen Geschichtstaler Gestaltung der Euro-Münzen Gewichte Gold Gold (Eigenschaften) Gold-Vorkommen Gold Gewinnung Gold Legierungen Goldbarren Goldgulden Goldreserven Goldstandard Granit Groschen Groten Größte Münze der Welt Größter Geldschein der Welt Guinea Dukat Gulden
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Stater
- Prägezeitraum: ca. 640 v. Chr. – 1. Jahrhundert v. Chr.
- Metall/Material: Elektron (Gold-Silber-Legierung), Silber, Gold
- Prägeherren: Lydien, diverse griechische Poleis, Philipp II., Alexander der Große
Der Stater: Antike Handelswährung und numismatisches Erbe
Der Stater, eine der ältesten und historisch bedeutendsten Münzen der Antike, prägte die Wirtschaftsgeschichte des Mittelmeerraums maßgeblich. Ursprünglich aus Elektron gefertigt, entwickelte er sich von einer lokalen Wertanlage zu einer weithin anerkannten Handelswährung.
- ca. 640-630 v. Chr. Erste Münzprägung in Lydien aus Elektron, einer natürlichen Gold-Silber-Legierung.
- 5.-1. Jahrhundert v. Chr. Entstehung und Verbreitung des griechischen Staters als Großmünze in den Poleis.
- Antike Der Stater wird in den griechischen Poleis, insbesondere in Kleinasien und den Schwarzmeerregionen, populär.
- Spätere Antike Etablierung des Staters als anerkannte Handelswährung im Mittelmeerraum.
Die Ursprünge des Staters liegen in Lydien, wo um 640 bis 630 v. Chr. die ersten Münzen aus Elektron geprägt wurden. Dieses natürliche Gemisch aus Gold und Silber, oft mit einem Goldanteil von 55-75%, bildete die Grundlage für die frühe Münzprägung. Der Name „Stater“ leitet sich vom griechischen „stater“ (στατήρ) ab, was „derjenige, der wiegt“ bedeutet. Dies unterstreicht die ursprüngliche Funktion der Münze, deren Wert primär durch ihr Material und Gewicht bestimmt wurde, bevor einheitliche Währungen existierten.
In den griechischen Poleis des 5. bis 1. Jahrhunderts v. Chr. entwickelte sich der Stater zu einer wichtigen Großmünze. Während in den meisten griechischen Städten vorwiegend Silbermünzen geprägt wurden, erfreuten sich Elektron-Stater besonderer Beliebtheit in den Handelszentren Kleinasiens und der Schwarzmeerregionen. Im Mittelmeerraum avancierte der Stater zu einer allgemein anerkannten Handelswährung, die den Austausch von Gütern über weite Distanzen erleichterte.
Charakteristisch für viele griechische Stater, insbesondere aus Athen, waren die Darstellungen des Kopfes der Göttin Athene auf der Vorderseite (Avers) und ihrer heiligen Eule auf der Rückseite (Revers). Diese ikonischen Motive machten die Münzen unverwechselbar und trugen zu ihrer Akzeptanz bei.
Die Bezeichnung Stater umfasste in der Antike verschiedene Geldstücke. Besonders bekannt sind die nach dem attischen Münzfuß geprägten Goldstater Philipps II. von Makedonien (ca. 8,6 Gramm) und seines Sohnes Alexanders des Großen. Diese Münzen, die oft den Kopf des Apollon oder der Athene zeigten, wurden zu einer weit verbreiteten internationalen Währung im hellenistischen Reich.
Für Sammler
Antike Stater sind aufgrund ihrer historischen Bedeutung und oft kunstvollen Prägung begehrte Sammlerobjekte. Die Seltenheit variiert stark je nach Prägeort, Prägeherr und Erhaltungszustand. Exemplare aus Elektron oder Gold, insbesondere solche mit klaren Darstellungen der Athene und Eule, erzielen auf dem Markt hohe Preise. Auch Silberstater aus bedeutenden Poleis sind für Numismatiker von großem Interesse.