Vierschlag-Pfennig

Bei dem Vierschlag-Pfennig handelt es sich um eine mittelalterliche Münze aus Silberblech, die erstmals im 11. Jahrhundert Erwähnung fand. Ihren Namen verdankt sie ihrer ungewöhnlichen eckigen Form, die aus quadratischen Schrötlingen geprägt wurde.

Herstellung der Schrötlinge

Bei der herkömmlichen Herstellung von Schrötlingen blieb stets Material übrig, das nach dem Ausstanzen erneut eingeschmolzen werden musste, um daraus weitere Münzen prägen zu können. Der Schrötling wurde nicht rund, sondern mit einer Schere quadratisch ausgeschnitten.

Dadurch wies der Pfenning spitze Kanten auf, die mit je einem Hammerschlag auf jede der vier Ecken abgerundet wurden. Daraus leitet sich der Name Vierschlag-Pfennig ab.

Quadratum supercusum

Der Nachteil dieser Art der Prägung bestand darin, dass durch das Beschlagen der Kanten nur das so entstandene Quadrat in der Mitte der Münze in der ursprünglichen Dicke erhalten blieb, das "Quadratum supercusum". An den Seiten war das Metall deutlich dünner, so dass sich das Motiv der Münze nur in der Mitte prägte.

Weitere Verbreitung trotz der Nachteile

Die unterschiedliche Metallstärke führte dazu, dass die Prägestempel die dünnen Ränder nicht mehr erfassen konnten. Diese Art der Münzherstellung breitete sich trotz ihrer Nachteile und trotz des uneinheitlichen Erscheinungsbildes der Münzen im 12. Jahrhundert im süddeutschen Raum sowie in Österreich und der Schweiz aus und wurde noch bis ins 15. Jahrhundert hinein beibehalten.

Im 15. und 16. Jahrhundert wurden Geräte erfunden, mit denen es möglich wurde, runde Schrötlinge so zu fertigen, so dass der Aufwand des erneuten Einschmelzens der Metallreste immer weiter zurückgefahren werden konnte. So verschwand der Vierschlag-Pfennig schließlich aus den Münzwerkstätten des Mittelalters.

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