Gold Legierungen

Münzen müssen eine bestimmte Festigkeit aufweisen, weshalb sie nicht aus reinen Edelmetallen wie Gold, sondern aus Legierungen hergestellt werden. Klassische Goldlegierungen unterstehen dem Dreistoffsystem Gold, Silber, Kupfer. Der Grund für diese spezielle Legierung besteht darin, dass diese verschiedenen Metalle auch natürlich gemeinsam vorkommen und dass es zudem bis in das 19. Jahrhundert hinein in Europa nicht zulässig war, Gold mit anderen als den Metallen Kupfer und Silber zu legieren.

Aussehen

Goldlegierungen haben ein breites Farbspektrum, das von einem satten Gelb bis in ein Hellgrün oder sogar Lachsrosa oder Silberweiß hinein reicht. Legierungen sind einfach herzustellen und auch zudem gut zu verarbeiten. Angepasst an die Anforderungen werden inzwischen weitere Metalle zugesetzt, damit die Legierungseigenschaften wie gewünscht ausfallen. Dabei können beispielsweise Zusätze von kleineren Anteilen an Zink oder Idium, Zinn oder Cadmium sowie Gallium die Schmelztemperaturen des Materials beeinflussen, ohne dabei deutlichen Einfluss auf die Färbung der Legierung zu nehmen. Diese Eigenschaft kommt der Verwendung zur Lotlegierung für sämtliche Goldwerkstoffe entgegen. Bei Münzen wird auch sehr gern auf Zusätze wie Platin oder Nickel sowie auch höhere Anteile an Kupfer zurückgegriffen, um so die Härte der Metallmischung positiv zu beeinflussen, dabei aber die schöne satte Farbe des Goldes gleichzeitig zu erhalten. Würden dagegen Zusätze wie Blei oder Bismut sowie viele andere Leichtmetalle dem Gold hinzugegeben, dann würde die Münze in ihrem Material sehr spröde und als Schrötling nicht mehr formbar.

Mischungsverhältnisse

Aber nicht nur die Art der zugesetzten Metalle zum Gold bringt eine gewünschte Veränderung der Goldlegierung. Auch die Menge der Zusätze spielt eine Rolle. Wenn ein satter Goldton erwünscht ist, was bei sehr edlen Goldlegierungen der Fall ist, dann muss ein Masseanteil von mindestens 75 Prozent Gold in den Legierungen enthalten sein. Bei einem Feingehalt von 585 erzielt man wiederum eine blassere Legierung, die aber eine sehr große Härte aufweist. Haben Münzen einen deutlich geringeren Feingehalt als 585, ist die Gefahr der langfristigen Korrosion gegeben, die sich aus den unedlen Beimischungen ergibt. Zudem spielt bei Legierungen eine Rolle, ob das Material als Gussmaterial zum Einsatz kommen soll oder ob es schmiedbar bleiben soll.

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