Münz-Lexikon
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E (deutsche Prägezeichen) EC-Karte ESZB EWS EZB Edelsteine Eimer Ein Schweinegeld verdienen Eine Münze werfen Eine goldene Nase verdienen Eisenmeteorit Elektronisches Geld Elektronisches Geld - Euro Elfenbein Emission Entwertung von Euro-Münzen Ersatzwährung Erstabschlag Escudo Es ist nicht alles Gold was glänzt Es jemandem mit gleicher Münze heimzahlen Estnische Krone Etwas für bare Münze nehmen Euro-Münze Rückseite Euro-Münze Vorderseite Euro-Münzen Fälschungen Euro-Münzen Gewicht Euro-Münzen Motiv: Geografie Euro-Münzen Motiv: Kunst Euro-Münzen Motiv: Personen Euro-Münzen Motiv: Pflanzen Euro-Münzen Motiv: Religion Euro-Münzen Motiv: Sport Euro-Münzen Motiv: Tiere Euro-Münzen Motiv: Wappen Euro-Münzen Pille Euro-Münzen Wert Euro-Ratgeber Euro-Zone: Deutschland Euro als Gebrauchsmünzen Europa Umlaufmünzen
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G (deutsche Prägezeichen) GG (deutsche Prägezeichen) Gebundene Währungen (Metallwährungen) Gefütterte Münzen Gegenstempel Geknitterte Münzen Geld Geld Funktion Geld Stinkt - Warum riechen Münzen? Geld in der Steinzeit Geldmarkt Geldpolitik Geld scheffeln Geldtheorie Geldwechsel in der Bank Geldwechsler Geld wie Heu Gemeinsame Seite der Euro-Münzen Georgstaler Geplante Euro-Erweiterungen Geschichte der Aktien Geschichte der Münzen Geschichtstaler Gestaltung der Euro-Münzen Gewichte Gold Gold (Eigenschaften) Gold-Vorkommen Gold Gewinnung Gold Legierungen Goldbarren Goldgulden Goldreserven Goldstandard Granit Groschen Groten Größte Münze der Welt Größter Geldschein der Welt Guinea Dukat Gulden
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Etwas für bare Münze nehmen
"Etwas für bare Münze nehmen"– Eine Aussage oder Information als wahr und zuverlässig annehmen.
Die Münze besitzt nicht nur einen intrinsischen Wert als Zahlungsmittel oder als begehrtes Sammlerobjekt. Sie ist auch tief in der Themenwelt der Umgangssprache und Redewendungen verankert. Zahlreiche sprachliche Ausdrücke nutzen die Münze als Metapher, um Sachverhalte zu verdeutlichen oder Aussagen zu untermauern. Eine der bekanntesten und traditionsreichsten Redewendungen ist zweifellos „etwas für bare Münze nehmen“.
Historischer Ursprung
Die Redewendung „etwas für bare Münze nehmen“ ist bereits seit dem 18. Jahrhundert im deutschen Sprachgebrauch etabliert. Ursprünglich beschrieb sie die Situation, dass eine vom Schuldner zugesagte Zahlung als derart zuverlässig galt, dass sie bereits zum Zeitpunkt der Zusage als realer, „barer“ Besitz betrachtet werden konnte. Die Bedeutung war somit, dass die versprochene Zahlung absolut verlässlich war, vergleichbar mit dem direkten Erhalt von Bargeld. Es ging um die Glaubwürdigkeit und die Gewissheit, dass ein Versprechen oder eine Information dem Wert einer physischen, greifbaren Münze entsprach.
Die enge Verknüpfung von Wort und Münze ist keine isolierte Erscheinung, sondern eine tief verwurzelte Tradition, die sich durch die Jahrhunderte zieht. Schon in der Kirchengeschichte, insbesondere in der Bibel, finden sich Passagen, die Münzen oder edle Metalle wie Gold und Silber mit der Sprache in Verbindung bringen. Ein prominentes Beispiel ist die Redensart „Worte auf die Goldwaage legen“, die im Buch Sirach (Sir. 21,27) zu finden ist. Ihre Bedeutung zielt darauf ab, gesprochene Worte äußerst präzise abzuwägen und zu bewerten, ähnlich dem sorgfältigen Wiegen von Edelmetallen, um deren exakten Wert zu bestimmen.
Ebenso wie „etwas für bare Münze nehmen“ ist auch die Redewendung „goldene Worte“ seit biblischen Zeiten geläufig. Letztere wird dem römischen Dichter Lukrez zugeschrieben und unterstreicht die Wertigkeit und Bedeutung bestimmter Aussagen. Viele historisch bedeutsame Autoren der Antike bedienten sich des Begriffs der „Wortmünze“ als Synonym für den Wortschatz, was die Parallele zwischen monetärem und sprachlichem Reichtum verdeutlicht. Die Analogie zwischen Worten und Münzen manifestiert sich bis heute im Sprachgebrauch: Man spricht davon, dass sowohl Münzen als auch Worte „geprägt“ oder „geschlagen“ werden. Ein modernes Äquivalent für „Worte schlagen“ ist das „Schlagwort“ oder der aus dem englischsprachigen Raum entlehnte „Slogan“. Diese Begriffe unterstreichen die prägnante und oft wiederholbare Natur von Botschaften, die wie Münzen in Umlauf gebracht werden. Weitere Beispiele für diese sprachliche Verbindung sind die Nutzung von Lehnwörtern zur Erweiterung des Wortschatzes oder die Redewendung „sein Wort verpfänden“, die ein verbindliches Versprechen und die damit verbundene Vertrauenswürdigkeit ausdrückt – Eigenschaften, die auch einer wertvollen Münze zugeschrieben werden.