Münz-Lexikon
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Schwanzdukaten
- Prägezeitraum: Ab 1718
- Prägeherr: Friedrich Wilhelm I. von Preußen
- Metall/Material: Gold (Dukaten), Silber (Taler, Tympfe), Kupfer (Groschen)
- Nominale: Dukat, Taler, Tympfe, Groschen
Die Schwanzdukaten: Ein numismatisches Phänomen Preußens
Die sogenannten Schwanzdukaten sind historische Münzen aus der Zeit Friedrich Wilhelms I. von Preußen (1713–1740). Ihren volkstümlichen Namen verdanken sie dem charakteristischen Zopfporträt des Königs, das auf diesen Geldstücken abgebildet war. Ursprünglich bezog sich der Begriff auf die tatsächlich aus Gold geprägten Dukaten, wurde jedoch im Laufe der Zeit auf weitere unter seiner Herrschaft ausgegebene Nominale wie Taler, Tympfe und Groschen übertragen, die ebenfalls das markante Königsbildnis trugen.
Prägung und Charakteristika der Schwanzdukaten
Die Prägung der Münzen mit dem markanten Zopfporträt begann im Jahr 1718 im Königreich Deutschland. Der ursprüngliche Schwanzdukat war eine Goldmünze mit einem Raugewicht von etwa 3,5 Gramm. Neben diesen wertvollen Golddukaten wurden auch andere Nominale mit dem gleichen Königsbildnis versehen, die später ebenfalls unter dem Sammelbegriff "Schwanzdukaten" bekannt wurden:
- 1718 Beginn der Prägung von Münzen mit dem Zopfporträt Friedrich Wilhelms I.
- Dukat Die ursprüngliche Goldmünze, Raugewicht ca. 3,5 Gramm.
- Taler Bedeutende Silbermünze, die im neuzeitlichen Europa weite Verbreitung fand.
- Tympfe Ursprünglich aus Polen stammende Münze mit geringem Silberanteil.
- Groschen Dünne Kupfermünzen mit hohem Kupferanteil, anfällig für Verformungen.
Die Silbertaler waren im damaligen Europa von großer Bedeutung und stellten innerhalb der nicht-goldenen "Schwanzdukaten"-Varianten die wertvollste dar. Die Tympfe, ursprünglich aus Polen, zeichnete sich durch einen lediglich geringen Silberanteil aus. Groschen hingegen bestanden zumeist aus Kupfer und waren aufgrund ihrer dünnen Struktur anfällig für Verformungen, was eine sorgfältige Aufbewahrung erforderte.
Für Sammler
Beim Erwerb von Schwanzdukaten ist besondere Vorsicht geboten, um Fälschungen zu vermeiden. Ein seriöser Münzhändler mit ausgewiesener Expertise ist unerlässlich. Sammler sollten sich zudem selbst in die Themenatik einlesen. Ein echter Schwanzdukat, insbesondere der Golddukat, ist an seinem Material und einem Raugewicht von etwa 3,5 Gramm zu erkennen. Das Prägedatum ab 1718 ist ein weiteres entscheidendes Merkmal. Viele Münzen tragen einen eindeutigen Hinweis auf den Prägezeitpunkt, wodurch sich offensichtliche Fälschungen leicht identifizieren lassen. Für die langfristige Werterhaltung empfiehlt sich die sachgemäße Aufbewahrung in speziellem Zubehör.