Münz-Lexikon
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Türkis Mineral
Mohshärte 5-6
Dichte 2,6-2,9 g/cm³
Der Türkis ist ein opakes, hydratisiertes Kupfer-Aluminium-Phosphat, das für seine charakteristische blaugrüne Farbe geschätzt wird. Als Mineralstein bildet er oft traubenförmige Aggregate und ist seit Jahrtausenden ein begehrtes Material für Schmuck und Zierobjekte.
Eigenschaften des Türkis
Die Farbe des Türkis variiert von Himmelblau bis Apfelgrün, wobei die Intensität von der Kupfer- und Eisenkonzentration abhängt. Eine reine Einfarbigkeit ist selten; oft ist der Stein von grauen, braunen oder schwarzen Adern durchzogen, die als Matrix bezeichnet werden und seinen einzigartigen Charakter prägen.
Mit einer Mohshärte von 5 bis 6 ist Türkis relativ weich, vergleichbar mit Fensterglas. Seine Dichte liegt zwischen 2,6 und 2,9 g/cm³. Diese geringe Härte und die Porosität machen ihn empfindlich gegenüber Abrieb, Chemikalien, Hitze und Druck, weshalb er für die Prägung von Umlaufmünzen ungeeignet ist.
Als hydratisiertes Phosphat ist Türkis porös. Diese Porosität bedingt, dass der Stein Öle, Kosmetika und Schweiß aufnehmen kann, was zu Farbveränderungen führen kann. Die blassen Striche, die zwischen Weiß und Bläulich variieren, sind ein weiteres charakteristisches Merkmal.
Vorkommen und Abbau
Die weltweiten Vorkommen des Türkis sind begrenzt. Hauptfundorte liegen im Südwesten der USA (insbesondere Arizona und Nevada), im Iran (historisch Persien), in China, Mexiko, auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten und im Südosten Australiens. Oft wird Türkis als Nebenprodukt in Kupferminen entdeckt. Als eines der ältesten abgebauten Minerale erfolgt der Abbau bis heute überwiegend in Handarbeit mit geringem technischem Aufwand, was seine Exklusivität unterstreicht.
Der Türkis in der Geschichte und Numismatik
Die Historie des Türkis reicht über 6.000 Jahre zurück. Im alten Ägypten wurde er bereits für Schmuck und Grabbeigaben verwendet. In Persien schmückte er Turbane und Moscheen, symbolisierte Schutz und Glück. Durch das Kaisertum gelangte die persische Tradition nach Indien, wo Türkis oft mit Gold, Diamanten und Rubinen in kunstvollen Verzierungen religiöser Gebäude und Objekte kombiniert wurde. Obwohl Türkis aufgrund seiner Eigenschaften nicht als Material für die Prägung von Silber- oder Goldmünzen dient, findet er sich in der Numismatik indirekt wieder: Als wertvoller Edelstein zierte er historische Schatzkammern und königliche Insignien, die oft in Verbindung mit Münzschätzen gefunden wurden. Seine kulturelle und ästhetische Bedeutung macht ihn zu einem integralen Bestandteil der Geschichte von Reichtum und Macht, vergleichbar mit den Edelmetallen selbst.