Münz-Lexikon
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E (deutsche Prägezeichen) EC-Karte ESZB EWS EZB Edelsteine Eimer Ein Schweinegeld verdienen Eine Münze werfen Eine goldene Nase verdienen Eisenmeteorit Elektronisches Geld Elektronisches Geld - Euro Elfenbein Emission Entwertung von Euro-Münzen Ersatzwährung Erstabschlag Escudo Es ist nicht alles Gold was glänzt Es jemandem mit gleicher Münze heimzahlen Estnische Krone Etwas für bare Münze nehmen Euro-Münze Rückseite Euro-Münze Vorderseite Euro-Münzen Fälschungen Euro-Münzen Gewicht Euro-Münzen Motiv: Geografie Euro-Münzen Motiv: Kunst Euro-Münzen Motiv: Personen Euro-Münzen Motiv: Pflanzen Euro-Münzen Motiv: Religion Euro-Münzen Motiv: Sport Euro-Münzen Motiv: Tiere Euro-Münzen Motiv: Wappen Euro-Münzen Pille Euro-Münzen Wert Euro-Ratgeber Euro-Zone: Deutschland Euro als Gebrauchsmünzen Europa Umlaufmünzen
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Weißgold und Graugold
LegierungsartAu-Leg.
Weißgold / Graugold
Schmelzpunkt: ca. 900-1000°C (variabel)
Härte: 100-250 HV (variabel)
Dichte: ca. 15-18 g/cm³ (variabel)
Schmelzpunkt: ca. 900-1000°C (variabel)
Härte: 100-250 HV (variabel)
Dichte: ca. 15-18 g/cm³ (variabel)
Goldlegierungen wie Weißgold und Graugold sind Edelmetallkompositionen, denen durch die Zugabe spezifischer metallischer Partner die charakteristische goldene Farbe entzogen wird. Historisch wurde hierfür Silber, Platinmetalle und häufig auch Nickel verwendet. Aufgrund des hohen Allergiepotenzials von Nickel wird dieses Element in der modernen Schmuckproduktion weitgehend gemieden. Diese Legierungen finden primär Anwendung in der Fertigung von Schmuckstücken wie Ringen, Ketten und Anhängern, bieten aber auch Potenzial für numismatische Anwendungen.
Weißgold- und Graugoldlegierungen zeichnen sich durch ein Farbspektrum von hellweiß über silbern bis hin zu gräulichen Tönen aus, wobei auch leicht gelbliche oder bläuliche Nuancen möglich sind. Optisch werden sie oft mit Silber verwechselt. Der Wert dieser Legierungen ist, selbst nach nachträglicher Bearbeitung, geringer als der von reinem Gold, da der Goldanteil reduziert ist. Typische Feinheitsgrade sind 585 (14 Karat) oder 750 (18 Karat), die den Goldanteil in Tausendsteln angeben. Metallurgisch betrachtet entsteht bei der Legierung ein vollständig homogener Stoff. Die weiße oder graue Farbe ist nicht oberflächlich, sondern durchdringt das gesamte Material. Kratzer oder Schnitte offenbaren stets die einheitliche Legierungsfarbe. Zur weiteren Veredelung und zum Schutz werden Weiß- und Graugoldartikel häufig rhodiniert. Rhodium, ein Platin-Nebenmetall, bildet eine extrem harte, abrieb- und kratzfeste Schicht. Diese Rhodinierung erhöht die Beständigkeit gegen Korrosion und intensiviert den hellweißen Glanz.
Farbspektrum: Hellweiß, silbern, gräulich; selten gelblich oder bläulich.
Härte & Abriebfestigkeit: Erhöht durch Legierungspartner und Rhodinierung.
Korrosionsbeständigkeit: Sehr gut, insbesondere durch Rhodiumschicht.
Allergikerfreundlichkeit: Moderne Legierungen sind nickelfrei.
Homogenität: Durchgehende Färbung des Materials, keine Oberflächenbeschichtung.
Geschichte des Weiß- und Graugolds
Die ersten Weißgold- und Graugoldlegierungen wurden in den 1920er-Jahren entwickelt. Sie etablierten sich rasch als Alternative zu Schmuckstücken aus dem schwereren Platin oder Palladium. Obwohl Palladium hervorragende Materialeigenschaften für die Schmuckherstellung aufwies, konnte es sich am Markt nicht umfassend durchsetzen. Über die Jahrzehnte hinweg experimentierten Legierungsproduzenten mit verschiedenen Zusätzen wie Chrom, Cobalt oder Mangan-Germanium, um neue Weißgoldkreationen zu schaffen. Diese konnten sich jedoch nicht dauerhaft etablieren. Heutige Weißgold- und Graugoldartikel basieren primär auf Gold in Kombination mit Silber oder Platinmetallen. Parallel zum allgemeinen Anstieg des Goldpreises in den letzten Jahren sind auch die Preise für Weißgold und Graugold gestiegen.
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