Trugschriften

Münzen werden generell mit einer Prägung versehen. Dabei handelt es sich um verschiedene Prägungen, die von dem Aufdruck des Wertes einer Münze für den Zahlungsverkehr über das Prägedatum bis hin zu symbolischen Inschriften innerhalb der Münze reichen.

Innerhalb der Münzprägung gibt es auch sogenannte Trugschriften. Hierbei handelt es sich um Inschriften auf der Münze, die aus verschiedenen Gründen auf den ersten Blick oder generell keinen Sinn machen. Sie sind entstellt oder stammen unter Umständen auch noch aus Zeiten, in denen unterentwickelte Völker ,die heute als Trugschriften bezeichneten, Inschriften auf der Münze anbrachten.

Arten von Trugschriften

Trugschriften können sowohl unlesbar auf Grund ihrer Qualität oder häufiger aber ihrer falschen oder unverständlichen Schreibweise sein. Darüber hinaus können sie auch aus unserer heutigen Perspektive sinnlos sein oder auch völlig entstellte Münzaufschriften darstellen.

Nicht selten sind Trugschriften auch auf Münzen aufgebracht, die kulturell unterentwickelten Völkern entstammen und die zu einem Zeitpunkt entstanden, als diese Völker mit Hochkulturen erstmalig in Berührung kamen.

Trugschriften auf alten Münzen

Besonders häufig sind Trugschriften gerade auf sehr alten Münzen vorhanden, weil die seinerzeit tätigen Münzer die Schrift überhaupt nicht beherrschten, denn Analphabetismus war zur Entstehungszeit antiker Münzen noch sehr verbreitet.

Häufig konnten die Münzer die seinerzeit offiziell gültige Schrift nicht lesen. Anstelle dessen malten sie die Schriften, so gut es ihnen gelang, in Unkenntnis der Inhalte, die sie auf die Münzen aufprägen sollten. Daraus ergaben sich oftmals andere als die gewünschten Schriften, wenn beispielsweise zudem auch noch magische Zeichen oder Runen auf die Münze aufgebracht werden sollten. Aus diesem Grunde existieren beispielsweise keltische Münzen, die ihre ursprünglichen Vorbilder griechischer und römischer Herkunft mit unverständlichen Aufschriften und falschen Aufschriften nachahmen.

Auch alte Münzen, die aus dem germanischen Reich zur Zeit der Völkerwanderungen entstammen, sind häufig mit diesen falschen Aufschriften ausgestattet. Zahlreiche Münzmeister des Mittelalters waren bis weit in das 14. Jahrhundert nur mäßig mit Schriftenkenntnissen ausgestattet und erstellten somit auf zahlreichen Münzen einfach falsche Aufschriften.

Nicht selten sind auch auf sehr alten orientalischen Prägungen diese falschen Schriften vorhanden. Besonders häufig sind aber, auf sowohl keltischen wie auch germanischen und mittelalterlichen Münzen, Trugschriften zu finden, die als solche eine Buchstabenfolge haben, die für uns als nicht sinngebend wirkt. Die meisten Trugschriften entstammen grundsätzlich dem Analphabetismus der Stempelschneider, welche die Vorlagen für die Münzprägung erstellten.

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