Geschichtstaler

Die Geschichtstaler sind Münzen, welche unter der Regentschaft Ludwig I. von Bayern geprägt wurden. Dieser regierte zwischen 1825 und 1848. In dieser Zeit ließ er eine Reihe geschichtlicher Ereignisse auf Münzen prägen. Hierzu wurde alljährlich eine neue Münze herausgegeben. Sein Nachfolger, der zwischen 1848 und 1864 regierende Maximilian II. ließ die Prägung der Geschichtstaler fortsetzen, allerdings in weitaus geringerem Umfang. Mit dem Geschichtstaler wurde die Tradition der Prägung von Gedenkmünzen zu wichtigen Ereignissen in Deutschland ins Leben gerufen, welche bis in die heutige Zeit fortbesteht. Die Idee zur Prägung der Geschichtstaler stammt vom Bischof von Steuben. Dieser diente in Bayern als Konservator im königlich bayerischen Münzkabinett. 1828 machte er den Vorschlag, dass größere Sorten der gängigen Kurantmünzen wie etwa Taler und Dukaten in historische Gedenkmünzen umgewandelt werden könnten. König     Ludwig I. gefiel dieser Vorschlag. Nachdem die ersten Serien ein großer Erfolg waren, fand die Idee von Gedenkmünzen schnell auch in anderen deutschen Staaten wie Baden und Sachsen Anklang. Ausschlaggebend hierfür war nicht zuletzt die stärkere Beschäftigung mit der eigenen Geschichte im Zuge des Historizismus in dieser Zeit.

Materialwert vs. Nennwert

Anders als bei heutigen Gedenkmünzen wurden die Geschichtstaler als Verlustgeschäft des bayerischen Staates geführt. Pro heraus gegebener Münze entstand im Haushalt ein Verlust von sieben Kreuzern. Der höhere Materialwert der Taler gegenüber ihrem Nennwert führte zudem dazu, dass diese Münzen in einigen Fällen eingeschmolzen wurden. Die auf Geschichtstalern verewigten Motive waren vielfältiger Natur. Oftmals betrafen sie aktuelle Ereignisse wie etwa den Verkehr der ersten Eisenbahn auf deutschem Boden zwischen Nürnberg und Fürth im Jahre 1835 oder die Thronbesteigung des bayerischen Prinzen Otto in Griechenland, welche 1832 auf einer Münze verewigt wurde. Nach der Abdankung von Ludwig dem Ersten im Jahre 1848 wurden in den folgenden Jahren deutlich weniger Geschichtstaler herausgegeben. Der letzte klassische Geschichtsdoppeltaler wurde im Jahre 1856 aufgelegt.

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