Deutsche Prägezeichen: H

Münzen sind im Allgemeinen als Zahlungsmittel bekannt, die vom Staat genehmigt wurden. Sie sind, genau wie Papiergeld, fester Bestandteil im Handelswesen.

Alte, als Zahlungsmittel nicht mehr verwendbare Münzen erfreuen sich heutzutage unter Sammlern großer Beliebtheit und sind, je nach Seltenheitsgrad, mit einem hohen Wert behaftet. Die Prägungen der unterschiedlichen Münzen sind vielfältig und reichen von Porträts über Bauwerke.

Alle aktuellen Münzen verfügen üblicherweise über drei Aufschriften. Im Einzelnen sind diese das Land oder die Staatengemeinschaft, der Wert sowie das Prägejahr. Doch auch in der Numismatik gibt es Ausnahmen. So ist etwa bei allen Cash-Münzen aus dem indischen Travancore, die bis 1949 geprägt wurden, keine Landesangabe zu finden.

Auch die heutigen Euro-Münzen weisen in der Regel keine Landesangabe auf, sondern lediglich ein Erkennungszeichen für das jeweilige Ursprungsland auf der Münzrückseite. Die Entwicklungsgeschichte der deutschen Prägezeichen ist derart umfangreich, dass sich der folgende Absatz mit lediglich einem interessanten Teil von vielen, nämlich der deutschen Währungsgeschichte beschäftigt.

Jede Münze erzählt eine Geschichte - diese zu lesen kann erlernt werden

Vor Einführung der Münzstättenbuchstaben, auch Prägezeichen genannt, wurden die Münzen mit dem Symbol des Münzmeisters, welcher für die Prägung verantwortlich war, versehen. Diese Münzmeisterzeichen bestehen oft aus dem Anfangsbuchstaben seines Namens oder einem Zeichen, welches seinen Namen andeutet.

Die, ab dem späten Mittelalter in Erscheinung getretenen, Münzmeisterzeichen - etwa in Form eines Buchstabens oder eines Bildzeichens - wurden zum Großteil während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch das Münzzeichen oder den Münzstättenbuchstaben ersetzt.

Dieser wiederum kennzeichnete sich durch einen Großbuchstaben nach dem deutschen Alphabet, wie etwa das H. Über diesen kann die Münzstätte, in der die Münze geprägt wurde, definiert werden. Diese Änderung erfolgte nach der Reichsgründung.

Seitdem wurde das Münzrecht nämlich nicht mehr von den einzelnen Staaten, sondern vom Reich ausgeführt. Die jeweiligen Münzzeichen richteten sich nach der Reihenfolge der Aufzählung der Bundesstaaten in der Reichsverfassung. So stand A etwa für Berlin und der Buchstabe H für Darmstadt.

Die Prägeorte änderten sich von Zeit zu Zeit. So wurden etwa Münzen mit dem Großbuchstaben H in der Zeit von 1972 bis 1882 in Darmstadt, welches damals zum Großherzogtum Hessen gehörte, geprägt.

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