Prägeschlüssel

Für Numismatiker ist der Prägeschlüssel ein wichtiges Kriterium, mit dem sich der Wert einer bestimmten Münze ermitteln lässt. Natürlich spielen Material, Erhaltungszustand und ähnliche Details eine Rolle, aber auch die Stückzahl, in der eine Münze ausgegeben wurde, ist für ihren Wert nicht unerheblich.

Sobald eine Münze in hoher Stückzahl geprägt wurde, sinkt naturgemäß auch ihr Wert. Wurde sie dagegen nur in geringen Stückzahlen ausgegeben, steigt der Sammlerwert an.

Aufträge für neue Münzen nach dem Prägeschlüssel

Während früher Münzen dann neu herausgegeben wurden, wenn der Landesherr frisches Geld brauchte, werden Münzen heute nur noch nach dem tatsächlichen Bedarf geprägt. Nach einem von der Deutschen Bundesbank ausgegebenen Prägeschlüssel werden Aufträge mit festgelegten Stückzahlen an die verschiedenen Münzprägeanstalten erteilt.

Wie hoch der Prägeschlüssel ist, richtet sich unter anderem nach Kapazität, welche die jeweilige Münzanstalt in einem bestimmten Zeitraum prägen kann. Ein kleines Beispiel mit fiktiven Zahlen zur Verdeutlichung: Werden 10.000 neue 2-Euro-Münzen benötigt, erhält die Anstalt A den Auftrag für 2.000, Prägeanstalt B für 3.000 und die leistungsfähigste Münzanstalt für 5.000 Münzen.

Münzprägeanstalt durch Buchstaben erkennbar

Erkennbar ist die Münzprägeanstalt an dem eingeprägten Buchstaben, der auf fast jeder neueren Münze zu finden ist. Jede Münzanstalt hat einen eigenen Buchstaben zugeteilt bekommen.

In manchen Jahren werden nur wenige Münzen benötigt, der Prägeschlüssel fällt entsprechend niedriger aus. Für Sammler bedeutet das, dass eine Münze mit einem bestimmten Buchstaben, von der nur wenige auf den Markt kamen, selten und damit begehrter ist als andere Ausgaben, die in großer Stückzahl ausgegeben wurden.

Prägeschlüssel in der Europäischen Union

Seit der Einführung der Euro-Münzen hat die Anzahl der Münzprägeanstalten entscheidend zugenommen, da alle angeschlossenen Länder ihre eigenen Münzen herstellen. Dabei ist der Prägeschlüssel in kleineren Ländern wie Finnland oder der Republik Irland sehr viel niedriger als beispielsweise der von Deutschland.

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