Reduktionsmaschine

Auch begeisterte Sammler von Medaillen und Münzen wissen mit dem Begriff Reduktionsmaschine nichts anzufangen. Dabei würde es ohne diese Maschinen keine modernen Münzen geben.

Vom Entwurf zum vergrößerten Münzmodell

Am Anfang einer jeden Münze steht die Zeichnung. Damit alle Details gut ausgearbeitet werden können, haben die Entwürfe einen Durchmesser von etwa 20 cm.

Die Zeichnung wird von einem Graveur auf eine Gipsplatte übertragen. Diese Platte ist eine Positivform. Ein erhabener Punkt auf der Münze ist auf der Platte ebenfalls erhaben. Die Größe ist erforderlich, um Feinheiten und Details im Relief gut herauszuarbeiten. Da Gips empfindlich ist, würde diese Platte in einer Reduktionsmaschine zerbrechen.

Um dies zu verhindern, wird ein Silikonabdruck des Gipsmodells angefertigt. Dieser ist eine Negativform, der erhabene Punkt ist dort eine Vertiefung. In dieser Form entsteht wieder eine Positivform, diese ist aus Kunstharz. Die vergrößerte Münze aus Kunststoff ist den Belastungen in der Reduktionsmaschine gewachsen.

Reduzierung des Modells

Das immer noch 20 cm große Modell der Münze wird in die Reduktionsmaschine gespannt. Ein Stift tastet dieses Modell ähnlich ab, wie ein Saphir die Rille einer Schallplatte.

Ein Fräskopf schneidet dabei die Konturen in ungehärtetes Metall. Es entsteht eine Positivform in Größe der späteren Münze. Der Graveur arbeitet noch die Feinheiten nach, da die Reduktionsmaschinen oft nicht ganz exakt schneiden. Auf die Art entsteht die Patrize, der Vaterstempel.

Von der Patrize zur Münze

Für den weiteren Arbeitsprozess muss das Metall der Patrize gehärtet werden. Dieser nun harte Stempel wird in ungehärtetes Metall gesenkt, es entsteht die Matrize, der eigentliche Prägestempel.

Auch die Matrize wird gehärtet, damit sie zum Prägen von vielen Münzen verwendet werden kann. Mit einem Stempel für Umlaufmünzen können je nach Münzmetall zwischen 100.000 und 500.000 Münzen geprägt werden. Im Vergleich dazu wird ein Stempel für die Prägequalität Polierte Platte nur 1.000 bis 2.000 fertigen können

Ohne den Einsatz der Reduktionsmaschine hätten Münzen den unpraktischen Durchmesser von etwa 20 cm oder könnten nicht mit so vielen Feinheiten versehen werden, wie dies bei modernen Münzen der Fall ist.

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